Der
Segugio Italiano
Von Sabine
Middelhaufe
Der italienische
Laufhund oder Segugio stammt, so sagen Rassekenner, mit großer
Wahrscheinlichkeit von den altägyptischen Laufhunden ab, die
dank phönizischer Kaufleute im Mittelmeerraum bekannt und verbreitet
wurden. Aber wie antik seine Wurzeln auch sein mögen - Tatsache
ist, dass der Segu-gio seit langem der Wildschwein- und Hasenjagdhund
par excellence in Italien ist.
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Champion Diva di Pontenizza.
Im Startfenster: Meute di Pontenizza. Fotos:
Mario Villa |
Mittelgroß,
quadratisch, perfekt symmetrisch, mit langem Kopf und divergenter
Schädel-Schnauzen-Linie erinnert der muskulöse, dabei
äußerst schlanke Italiener in der Kurzhaarversion (Segugio
a pelo raso) ein wenig an den Windhund. Tatsächlich jagt
er vorzugsweise im Galopp, während die rauhhaarige Variante
(Segugio a pelo forte) im Bedarfsfalle auch im Trab und
Schritt arbeitet. Die Vertreter bei -der Haararten sind für jedes Ge-lände,
ob Gebirge, Ebene oder sehr trockenes Terrain geeignet, und ja- |
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gen
sehr passioniert sowohl allein, zu zweit, als auch in der Meute.
Während der kurzhaarige Segugio seine Arbeit oft sehr temperamentvoll
angeht, ist der rauhhaarige ein wenig gelassener und "nach-denklicher"
bei der Jagd. Beide verfügen jedoch über eine beispiellose
Fernorientierung, formidable Nasenleistung und sind extrem ausdauernd:
Segugi können vom Morgengrauen bis Sonnenuntergang ar-beiten.
Ihr typisches Geläut, der Jagdlaut also, unterscheidet sich
eindeutig von anderen Laufhunde-rassen. Ist der kurzhaarige außerhalb
seines Arbeitsbereiches und gegenüber Fremden manchmal we-nig
kontaktfreudig, gilt das noch mehr für die rauhhaarige Variante,
die regelrecht reserviert sein kann. Bei beiden Haararten finden
sich Exemplare, die im Umgang mit Unbekannten fast menschen-scheu
wirken. |
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Anatomische
Besonderheiten der Rasse sind die "Hasenpfoten" vorn
und die gleichmäßig dünne Rute, die nur direkt an
der Spitze noch fein-er wird. Alle Segugio sollen tief an -gesetzte,
sehr lange, gefaltete Be-hänge aufweisen, und alle bestechen
durch den sanften, beinahe melan-cholischen Ausdruck ihrer großen,
dunklen Augen.
Die Farben des Segugio beider Haararten sind: einfarbig
falb in allen Schattierungen, also von rot- braun bis sandfarben,
auch
mit weißen Abzeichen an Fang und Kopf |
Black and Tan Junghündin. Foto: Susanne
Döring
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("Maske"), Brust, Läufen und Rutenspitze, allerdings
gilt die Regel: je weniger Weiß, desto besser. Schwarz mit
Loh, auch mit weißem Fleck an der Brust, in welchem Falle
man von Tricolor spricht. Nicht erlaubt sind die Farben Leber,-
und Kaffeebraun.
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Größe:
Kurzhaar Hündin 48 - 56 cm, Rüden 52-58 cm Widerrist-
höhe. Gewicht 18-28 kg.
Rauhhaar Hündin 50 - 58 cm, Rüden 52 - 60 cm . Gewicht
18 - 28 kg.
Der Segugio wird in Italien von der Società Italiana
Pro Segugio betreut.
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Rauhhaariger Segugio. Foto: Sabine Middelhaufe
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