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Der Spinone oder Italienisch Drahthaar
Von Lucio Marzano
In vielen Texten über die Rasse findet man die Bezeichnung "Spinone Italiano", doch da es ausser dem italienischen keinen anderen Hund dieses Namens gibt erscheint mir die Präzisierung unnötig.
Der Spinone ist eine sehr alte Rasse. Einen Repräsentanten sieht man beispielsweise im fürstlichen Palast von Mantua auf den Fresken aus der Renaissance. Ursprünglich aus Norditalien stammend findet man den Spinone freilich auch im Süden, etwa in der Toskana, wo man ihn früher "restone" oder "drahthaariger Vorstehhund" nannte. |

Wurf von Asca II° del Mucrone, Ital. Champion, nach Didò (Eltern:Arbeitschampions Zen dell'Aia und Rada)
Foto: Emanuele Palagiano |
Als solcher, und noch dazu mit hervorragendem Bringtrieb und Finderwillen ausgestattet, wird der Spinone hauptsächlich bei der Jagd im Sumpfgebiet und ich den dichten Wäldern eingesetzt, denn er zögert nicht, sich ins Dorngebüsch zu stürzen oder ins eisige Wasser. Dennoch handelt es sich bei dieser Rasse nicht eigentlich um einen Vorstehspezialisten, sondern um einen Hund, der sich allen Er-fordernissen der Jagdpraxis gewachsen zeigt, aber vor allem um einen, der wirklich alles tut, um sei-nem Herrn und Meister zu gefallen. Denn seinen Menschen liebt er, manchmal geradezu übertrieben. Übrigens ist der Spinone grundsätzlich ein sehr geselliger, sanftmütiger und geduldiger Geselle, mit Menschen ebenso wie mit seinen Artgenossen. |
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Was das Exterieur anbelangt ist unser Italie-nisch Drahthaar von rustikalem Erscheinungs-bild, quadratisch aufgebaut und relativ gross, zeigen doch Rüden eine Widerristhöhe von 60 - 70 cm und Hündinnen 58 -65 cm.
Wie beim kurzhaarigen italienischen Vorsteh-hund (Bracco Italiano), finden wir auch beim Spinone eine ausgeprägte Veranlagung für den raumgreifenden und schnellen Trab.
Typisch für die Rasse ist das harte Drahthaar, das am Körper 4 - 6 cm lang ist, und das völlige Fehlen von Unterwolle, die bei anderen rauh-haarigen Hunden, zum Beispiel den Griffons oder dem Deutsch Drahthaar vorhanden ist. Der Grund hierfür könnte das italienische Klima sein, das keinen Schutz dieser Art erfordert; darüber hinaus wird ein Hund ohne Unterwolle nach der Arbeit im Wasser schneller wieder trocken.
Lks: Bei der Ausstellung in Bari 2008. Foto: Emanuele Palagiano
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Die Farbe des Spinone reicht von rein weiss über weiss-orange mit mehr oder weniger grossen Plat-ten, weiss-orangene Stichelung inbegriffen, zu Braunschimmel mit mehr oder minder grosse Platten, die braun-weisse Stichelung wiederum inklusive.
Nicht erlaubt sind die Haarfarben Tricolor, Schwarz in jeglicher Kombination, rotbraune Abzeichen (Tan Marken) und einfarbiges Braun. Die bevorzugte Färbung ist das sog. Braun der Kapuzinerkutte, tonaca di frate genannt. |

Der vielfache Champion Brik, auch im Startfenster (Züchter: Rechtsanwalt Mario Mari). Fotos: Andrea Adigrat |
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