Der Deutsch Drahthaar
von Anke Lehne

Die Rasse Deutsch Drahthaar entstand Anfang des 20. Jahrhunderts überwiegend aus den rauhhaar-igen Vorstehrassen Deutsch-Stichelhaar, Pudelpointer, Griffon aber auch aus dem Deutsch Kurzhaar. Ziel war es, einen möglichst vielseitigen Jagdgebrauchshund mit derbem, dichtem Haar, als Schutz vor Wetter, Dornen, scharfem Schilf und mit kräftiger Körperkonstitution für schwere, ausdauernde Ar-beit zu züchten. Entsprechend ist das Zuchtmotto schon immer „...durch die Leistung zum Typ“.

Der Deutsch Drahthaar findet bei fast allen Jagdarten mit Hund Einsatz, sei es vor oder nach dem Schuss.
Für die „Meisterprüfung“, die VGP, muss er 30 Fächer beherrschen, angefangen bei der Suche auf dem Feld, unter der Flinte beim Buschieren, dem Stöbern in einer Dickung und im Schilf, über den Apport von Haarwild, Raubwild und Ente, an Land und aus dem Wasser, bis zur Schweißarbeit und vielem mehr.
Der Deutsch Drahthaar hat eine Schulterhöhe von 57 - 68 cm und kann somit zu den großen Hunden gezählt werden. Er kommt in den Farben braun, schwarzschimmel und braunschimmel vor.
Das Deckhaar ist 2 - 4 cm lang und derb mit dichter Unterwolle. Besonders über den Augen und am Kinn ist es deutlich länger und bildet einen Bart. Aufgrund der Einkreuzung von Deutsch Kurzhaar fallen aber bis heute gelegentlich auch kurzhaarige Drahthaar, andere sehen dafür im Haarkleid dem Griffon recht ähnlich.
Die Rute des Deutsch Drahthaar wird wenige Tage nach

Deutsch Drahthaar mit Dummy. Foto: Anke Lehne
Titelfoto: Argo (Paolo Sangiorgi)
der Geburt auf etwa ein Drittel kupiert; zumindest in Deutschland ist dies vom zuchtbuchführenden Verein so vorgeschrieben.
Da die Rasse für den intensiven Jagdgebrauch gezüchtet wurde, ist ein Deutsch Drahthaar nur bei entsprechender Auslastung ein ausgeglichener, zufriedener Hund, der dann auch problemlos in eine Familie integriert werden kann. Er hat ein robustes Wesen und benötigt eine klare Führung, auch damit seine Stärke und Wachsamkeit in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Der Drahthaar ist bis heute ein vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund geblieben und daher weiterhin bei Jägern in Deutschland aber auch weltweit sehr beliebt.



Lks.: Deutsch Drahthaar Yola, 5 Monate alt.
Foto mit freundlicher Genehmigung von Sandra Schmidt

 

 

 

 

 

 

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Deutsch Drahthaar heute
Bottler, Gerd

Wenn man sich vor Augen hält, dass nahezu 4.000 Deutsch-Drahthaar-Welpen jährlich allein in den deutschsprachigen Ländern gezüchtet werden, welche wirtschaftlichen Leistungen diese Hunderasse in der aktiven Jagdausübung erbringt, erscheint es höchst erstaunlich, wie wenige kompetente Fachbücher den Hundefreunden über den Deutsch-Drahthaar geboten werden. 30.000 Deutsch-Drahthaar stehen an der Seite unserer Jäger – sind wesentlicher Bestandteil unserer waidgerechten Jagd! Ein Buch über den Deutsch-Drahthaar verlangt von seinem Autor jahrzehntelange Erfahrungen mit dieser Rasse im jagdlichen Alltag, in eigener Zucht und Haltung. Gerd Bottler hat sich diesen Aufgaben gestellt und sie gemeistert, bietet seine reichen Erfahrungen dem Leser!
Dieses Buch dokumentiert, dass unser Deutsch-Drahthaar als Allrounder im jagdlichen Alltag nicht zu übertreffen ist, zurecht im jagdlichen Einsatz an der Spitze steht. Möge dieses Buch dazu beitragen, dass er auch in Zukunft die Nummer Eins an der Seite unserer Jäger bleibt!
Hardcover, 157 Seiten, teilweise farbig
ISBN 978-3-929545-51-7 Preis: 24,80 EUR

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