Der English Springer Spaniel
Von Sabine Middelhaufe

Der Englische Springer ist der älteste Jagdhund Englands und stellt die Urform dar, aus der sich wahrscheinlich alle Landspanielrassen mit Ausnahme des Clumbers entwickelt haben.
Ursprünglich dazu verwendet, Wild in die Stellnetze zu treiben und bei der Falkenbeize und Hetz-jagd mit Windhunden zu assistieren, arbeitet er heute als vielseitiger Gehilfe des Jägers, des Zollbe-amten, Drogen- und Sprengstofffahnders, ist ein tüchtiger Rettungs,- Sport- und natürlich ein lieb-enswerter Familienhund. Wenn man ihn vor allem für den letztgenannten "Beruf" auswählt, sollte man


Honeybee v. Ritterbusch. Foto:S. Middelhaufe

allerdings bedenken, dass der Springer stets ein Hund bleibt, der angemessen beschäftigt werden möchte und muß. So gern er auf dem Sofa liegt, so anhänglich er gegenüber seinen Menschen ist - Bequemlichkeit und Zuneigung können den Drang eines so energiegeladenen, lernwilligen und arbeitsfreudigen Hundes nach Aktivität nicht beeinträchtigen.
Nun muß man nicht unbedingt Jäger sein, um dem talentierten Stöberer und Apportierer gerecht zu werden; entsprechende Jagder-satzübungen, wenn abwechslungsreich und regelmäßig angeboten verschaffen ihm auch sichtliche Befriedigung.

Der Springer ist äußerst anpassungsfähig und kann mit vielen Qualitäten aufweisen: zum Beispiel Was-serfreude, gute Nase, hervorragendes Gedächtnis, hohe Konzentrationsfähigkeit, Spurwillen, Beute- trieb, Bringfreude, Wachsamkeit, ausgezeichnete Nerven, Ausdauer, den unbedingten Willen, seinem Menschen zu gefallen, körperliche Widerstandsfähigkeit, Lernfreude, Leichtführigkeit, hohe soziale Verträglichkeit, um nur diese zu nennen.
Das erklärt, wieso er in vielen, ganz unterschiedlichen Arbeitsbereichen einsetzbar ist und zeigt an-dererseits, dass auch der "normale" Hundehalter unendlich viele Möglichkeiten hat, seinen Springer sinnvoll zu beschäftigen.
Keine Rasse ist fehlerlos; auch nicht der English Springer. Seine Freßlust kann zum Problem werden, wenn man sie nicht rechtzeitig eindämmt oder durch Erziehung über Futterbelohnung sogar noch ver-

stärkt. Tatsache ist allerdings auch, dass der Springer (wie vermutlich jeder andere Hund) besonders dann zum Frustfresser wird, wenn ihm die angemessene Beschäftigung im Team mit seinem Menschen fehlt. Aus eigener Erfahrung würde ich behaupten, dass dieser Spaniel täglich ein Minimum von 3 Stunden Freilauf plus "Arbeit" benötigt, um rundum fit und ausge-glichen zu bleiben. Ein Mehr an action nimmt er garantiert begeistert an...!
Das schlichte, glatte und wetterbeständige Haarkleid des English Springers ist in jeder anerkannten Landspanielfarbe erlaubt, jedoch sind weiß-braun, schwarz-weiß und beide dieser Farben mit Lohabzeichen am häufigsten.

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Lara. Foto: Anke Lange
Der Welsh Springer Spaniel
Von Sigrid Lietzke

Xella-Lupine vom Einhorn, Rhian für ihre Freunde. Foto: (c) Susanna Müller
Der Stammvater der Welsh Springer Spaniels ist der 1893 geborene "Flirt of Llanharan Kennel", ge-züchtet vom Wildhüter Richard Hoare Jenkins. "Corrin", wie ihn sein Besitzer A.T. Williams nannte,
wurde bei Ausstellungen und Field Trials bemerkenswert erfolgreich gezeigt.Mr. Williams ist es wohl auch zu verdanken, dass 1902 die offizielle Rasseanerkennung vom Kennel Club erfolgte.

Welsh Hündin Rhian. Foto: (c) Susanna Müller
Am herausragendsten ist die Farbe des Welsh Springer - leuchtendes Rot und Weiß.
Er ist kompakt und symmetrisch, für harte Arbeitseinsätze gebaut.
Der Welshie, wie er liebevoll von seinen Fans genannt wird, strahlt Kraft, Schnellig-keit und Ausdauer aus.
Seine Ohren sind von der Form her einem Weinblatt nachempfunden, sie sind wesent-lich kürzer als bei den meisten anderen Spanielrassen.
Seine Schulterhöhe beträgt bei der Hündin 46 cm, beim Rüden 48 cm.
Er gehört zu den Stöberhunden, aber der

Welsh Springer hat auch die Veranlagung zum Markieren von Wild. Apportierfreudig wie er ist, bringt er sicher bis zum Hasen. Der Welshie ist gleichermaßen in Feld, Wald und Wasser zu Hause.
In der Tschechischen Republik wird besonderer Wert auf jagdliche Leistungszucht mit spurlauten Hunden gelegt.

Freundlichkeit ohne Anzeichen von Aggressivität, fröhli-ches, lebhaft-temperamentvolles Wesen, Anhänglichkeit und Kinderliebe zeichnen ihn aus.
Der Walise ist intelligent und gelehrig, neigt allerdings wie fast alle Spaniels zu einer gewissen Eigenwilligkeit.
Tägliche körperliche wie geistige Auslastung sind unbedingt von Nöten. Auch hat er einen guten Vorwärtsdrang.
Mancherorts werden Welsh Springer Spaniels wegen ihrer guten Nasenveranlagung auch bei der Polizei als Drogen-, Sprengstoff- und Brandermittlungsspürhunde eingesetzt.


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Valentyn Snellestein. Foto: R. Lissenberg