Internationale Tierschutzorganisationen

Das Tierelend in manchen süd- und osteuropäischen Ländern ist kaum vorstellbar. Nicht weil die Men-schen dort besondere Freude daran fänden, Tiere zu quälen. Keineswegs. Oft genug sind bloße Unwis-senheit, materielle Not der Menschen selbst und eine grundsätzlich weniger enge und weniger gefühls-betonte Beziehung zum Tier die Ursache.

Auf diesen Seiten berichten Tierschützer über ihren praktischen Einsatz vor Ort und zeigen Fotos ihrer Schützlinge, die anzuschauen Ihnen manchmal vielleicht schwer fallen wird.
Wie uns die Weltgeschichte lehrt, ist einfach wegzusehen aber noch nie die Lösung eines Problems ge-wesen. Besser ist, Stellung zu beziehen. Nicht aggressiv, nicht ideologisch, nicht die Menschen verket-zernd, die das Elend vielleicht "verschulden". Nein, Stellung zu beziehen kann in unserem Falle heißen, die Wirklichkeit zunächst einmal zur Kenntnis zu nehmen und dann entsprechend der eigenen Möglich-keiten zu handeln: praktische, finanzielle und "moralische" Unterstützung vor Ort, Hilfe zur Selbst-hilfe ist dabei sicherlich der wichtigste Aspekt.

Alle hier vorgestellten Organisationen geben anhand einiger Fallbeispiele Einblick in ihre Arbeitswei -se, ihre Projekte, ihre Philosophie. Für weitere Auskünfte und aktuelle Informationen besuchen Sie bitte die Website des jeweiligen Vereins.

 

 

 

Save the dogs - wer ist das?

Angefangen hat alles mit dem Projekt "Canibucarest", also "Hunde Bukarest", durch das einige italie-nische TierschützerInnen sich um die Not der Tiere in der rumänischen Hauptstadt kümmerten. Die Zusammenarbeit klappte ausgezeichnet, das Engagement der Aktiven war groß und dauerhaft, und so beschloss die Gruppe nach einer Weile, ihrer Arbeit durch die Gründung des Vereins Save the dogs and other animals einen offiziellen, stabilen Rahmen zu geben.

Die Präsidentin von Save the dogs, Sara Turetta, hat zunächst einige Jahre als freiwillige Helferin in Mailänder Tierheimen gearbeitet, nach einem erschütternden Aufenthalt in Rumänien 2001 dann aber entschieden, sich künftig mit ganzer Kraft für die dortigen Streuner einzusetzen. 2002 hängte sie schließlich sogar den Job als Werbeagentin an den Nagel, um in Cernavoda (Rumänien) das soeben aus der Taufe gehobene Projekt Canibucarest betreuen zu können. Seitdem lebt Sara praktisch ständig zwischen Italien und Rumänien, da sie sich in eigener Person um die Aktivitäten vor Ort, die Beziehung zu den Behörden und die internationalen Adoptionen rumänischer Tiere kümmert.
Die Vizepräsidentin, Angela Gentile, erwarb 1994 an der Uni Pisa den Doktortitel in Veterinärmedizin und arbeitet seit 1996 in eigener Tierklinik in Florenz. Sie ist außerdem Mitglied der Guardia Medica Veterinaria, also des Erste Hilfe Dienstes für Tiere in Florenz. Angela erfuhr 2002 von den Problemen streunender Tiere in Rumänien und reiste 2004 nach Cernavoda. Es wurde ein zweiwöchiger Aktivurlaub: gemeinsam mit anderen Freiwilligen sterilisierte Angela rund 100 Hunde, behandelte Notfälle, nahm chirurgische Eingriffe vor. Trotz der Müdigkeit, den diese ungewöhnlichen Ferien mit sich brachten, trotz des Schmerzes angesichts der Leiden und des Todes um sie herum, engagierte sie sich immer mehr für die Sache. Die Freude der Streuner über die unerwartete menschliche Zuwendung, die Freude auch darüber, hier Tieren , die ansonsten "von Gott und der Welt" vergessen waren, wirklich helfen zu können bewog sie am Ende, aktives Mitglied des Projektes Canibucarest und Save the dogs zu werden.
Sara Baroni ist die Sekretärin von Save the dogs. Vor 27 Jahren in Magenta (Provinz Mailand) geboren, arbeitete sie zunächst als freiwillige Helferin im städtischen Katzenheim von Rho (bei Mailand), das von der Organisation Dimensione Animale Rho geleitet wurde. Als sie 2004 vom Streunerelend in Rumänien hörte, stellte sie ihre Zeit und Energie unverzüglich dem Projekt Canibucarest zur Verfügung. Dank ihrer Begeisterung für Malerei und Zeichnung wurde Sara die Kreative der Gruppe und illustrierte schon 2004 den dem Projekt gewidmeten Kalender. Sie ist also nicht nur Sekretärin des Vereins, sondern auch für die Gestaltung des Infomaterials zuständig.
Giorgia Rozza ist die Presse- und PR-Frau von Save the dogs. Nach eigenen Angaben hat sie die letzten 5 ihrer bisher 35 Lebensjahre in Bewunderung eines riesigen roten Katers zugebracht, den sie damals auf dem Lande gefunden hatte. Vielleicht war es Schicksal, dass der Kater erst so spät kam, denn dadurch hatte Giorgia vorher noch die Zeit, ihren Doktortitel in moderner Literatur zu erwerb-en….Seit rund 2 Jahren schreibt sie Artikel für die (ital.) Zeitschriften Argos und I nostri amici animali, in denen sie sooft es nur geht auf das Problem streunender Hunde und Katzen eingeht.
Verantwortlich für die Newsletter von Save the dogs ist die Journalistin Marina Di Leo, die sich beruflich insbesondere sozialer und Umweltthemen annimmt. Seit über 10 Jahren schreibt sie die bekannte Rubrik über Tiere in der Wochenzeitung Stop (die übrigens auch eine Kampagne gegen die Massentötung von Streunern in Bukarest durchführte).
Ute Schopperl ist die Repräsentantin von Save the dogs im Fürstentum Monaco. Sie ist Deutsche, lebt und arbeitet aber seit Jahren in Monaco. Nachdem sie die kleine Swany adoptiert hatte, die auf der Insel Reunion für die Haifischjagd verwendet worden war, sah sie Mia in der Website von Save the dogs, eine Hündin die aus dem Todeslager von Chiajna gerettet wurde. Seit Mia zur Familie gehört, ist Ute zu einem großartigen Promoter des Projekts Canibucarest und hat bereits dreimal das Tierasyl in Rumänien besucht.
Der neue Jahreskalender von Save the dogs

 

 

 

Tierarztpraxis in Bukarest
In ganz Bukarest gibt es für Streuner nur zwei Anlaufadressen: Iuliana Dragu und Liviu Gaita, die mit der italienischen Hilfsorganisation "Lamento Rumeno" zusammenarbeiten. In Iulianas Tier-arztpraxis kommen viele verzweifelte Fälle, aber leider könnten die enormen Kosten für die Mobile Klinik (4000 Euro allein in den Monaten Mai und Juni 2006), sie zwingen, ihre Arbeit in der rumänischen Hauptstadt im nächsten Jahr einzustellen. Alles hängt vom Erfolg der Spendensammlung der nächsten Zeit ab.

Hier Iuliana, die neben Codin liegt (er wurde im Stadtzent-rum von einem Auto über-fahren) und Miki, dem kleinen Rüden, der mit schweren Rück-gratverletzungen in Cernavoda aufgegriffen wurde und weit-erhin Gast im Schutzraum der ital. Organisation Save the Dogs/Canibucarest ist.
Rechts: Marcela Lungu, Präsidentin der Vereinig-ung Cuzu Cuzu, in Iulianas Wartezimmer. Oben: Der kleine Miki nach der Operation. Miki kann über Save the dogs fernadoptiert werden!
Eine kranke Streunerin in Iulianas Behandlung.
Um Iuliana zu unterstützen, wenden Sie sich bitte an: www.savethedogs.it
Tel. Italien-320 6521564

Spenden über Ihre Bank oder Ihr Postbankkonto können Sie senden an:
Save the Dogs onlus
(Ital.) Postbank Kto.nr.62998497
ABI: 07601 CAB:01600

Stichwort: Ambulatorio Bucarest

Ital. Originaltext und Fotos: www.savethe dogs.it

 

Seitenanfang

 

 

 

Neuigkeiten von Canibucarest

25 Juli 2006. Harsova (Rumänien): Verboten, mehr als zwei Hunde zu halten. 400 Tiere wurden bereits getötet.
Nach den verwirrenden Notizen der letzten Wochen haben wir heute die Bestätigung erhalten: in einer Kleinstadt etwa 50 km von Cernavoda, Harsova, ist plötzlich der Befehl ausgegeben worden, daß die "überzähligen" Hunde von Familien, die mehr als 2 Tiere halten, getötet werden sollen. Infolge der ver -zweifelten Hilferufe einiger ortsansässiger Tierfreunde haben wir heute um ein Zusammentreffen mit den Behörden der Stadt nachgesucht, um sie zu überzeugen, von diesem neuen Massaker Abstand zu nehmen. Die Sitzung ist für Anfang August festgelegt.
Leider verfügen wir nur über eine einzige Mobile Klinik und sind finanziell nicht in der Lage, auch in dieser Kleinstadt einzugreifen ohne unsere Aktivitäten in Megdidia zu unterbrechen. In jedem Falle aber werden wir versuchen, gemeinsam mit dem Bürgermeister des Ortes eine Lösung zu finden, die so-wohl den Bedürfnissen der Bürger als auch denen der Tiere gerecht wird.



Originaltext und Foto: www.savethedogs.it

 

August 2006: Tragödie im Tierheim Calarasi

Wir trauten unseren Augen nicht, als wir am 8.August im Tierheim Sufletel eintrafen. Eigentlich sollte es nur eine Inspektion sein, um über den mehrtägigen Auf-enthalt unserer Mobilen Klinik dort zu entscheiden. Stattdessen wurde der erste Noteinsatz des Projekts "Hunde Bukarest" dar-aus, um mit einer allarmierenden Situation fertig zu werden, viel-leicht der schlimmsten, der wir in den 4 Jahren unserer bisherigen Arbeit beiwohnen mußten.

230 Hunde, die auf Grund fehlender Finanzmittel und Organisationsfähig-keit unter disaströsen Bedingungen gehalten werden. 100 von ihnen wegen schwerer Hautpathologien in extrem schlechtem Zustand oder gar im letalen Endstadium der Krankheit.

Was wir in Calarasi brauchen:

1) einen kleinen LKW (vor Ort zu kaufen) um Futter heranzutransportie-ren. Kosten: circa 2000 Euro.

2) Material, um die Lebensbeding-ungen der Hunde zu verbessern (Un-terstände, Hütten, Stroh für den Winter) Kosten: circa 5.000 Euro.
3) Hohe Dosen von Dectomax oder Ivomec (Aktivstoff: Ivermectina), die unsere Tierärzte den behandelbaren Hunden alle 15 Tage injizieren werden. Kosten: circa 100 Euro/Monat für 4-5 Monate.

4) Spritkosten der Mobil Klinik und des LKW (160 km Hin-und Rückfahrt von Medgidia). Kosten: circa 100 Euro/Monat für 4-5 Monate.

Um uns zu unterstützen, wenden Sie sich bitte an: www.savethedogs.it
Tel. Italien-320 6521564

Spenden über Ihre Bank oder Ihr Postbankkonto können Sie senden an:
Save the Dogs onlus
(Ital.) Postbank Kto.nr.62998497
ABI: 07601 CAB:01600

Stichwort: Calarasi

Ital. Originaltext und Fotos: www.savethe dogs.it

Seitenanfang

 

 

Juli 2006 : Die Mobilklinik verzeichnet immer mehr Erfolg!

 

Die Bilder beweisen es: wir haben es geschafft das Herz vieler Rumänen, vor allem Frauen und Kinder, zu berühren. Nachdem das erste Mißtrauen überwunden ist, kommen viele von ihnen mit einem Tier auf dem Arm zu uns. Ein Menge Leute lehnt die Sterilisation ab, doch noch viel mehr Leute akzeptieren sie wohlwollend, vielleicht auch von der kostenlosen Antiparasiten-Behandlung und den Untersuchungen ermutigt, die wir allen zukommen lassen, die sich der Mobilklinik nähern. Auf einigen Fotos sieht man unseren kleinen Lieferwagen, der mit einem OP-Tisch ausgestattet wurde, um die Präsenz der freiwil-ligen Tierärzte aus Italien voll und ganz zu nutzen.
Ital. Originaltext und Fotos: www.savethe dogs.it

 

Seitenanfang weiter home