Leseproben


Die zweite Chance.

Wildtier- und andere Geschichten


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Die zweite Chance. Wildtier- und andere Geschichten
Copyright für Text und Fotos Trixi Gollwitzer

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil I Haustiere
1. Die Wurzel allen Übels oder wie alles begann
2. Rauhhaardackel Perfi
3. Pummel und ihre Jungen
4. Pauli und Krümel
5. Butti und Hermes
6. Janos - eine gute Mischung
7. Schnurrbär - zu spät für einen guten Namen
8. Momo - die einzig Überlebende
9. Biko oder das soll ein Schäferhund werden?
10. Asto, der gemütliche Riesenbär
11. Nickl, der Professor
12. Gizmo - Felix
13. Paula - die Glückskatze, die kein Glück hatte
14. Schlappohr Moritz
15. Tibor, der erste "Graue"
16. Huskyratte Joey und seine Mädels
17. Gestatten Labrador Linus, Elliot
18. Der einäugige Rudi
19. Iltis allein zu Haus
20. Schorschi- das Schwein, das aus dem Keller kam
21. Nico, die Nase
22. Leopold - der Gecko
23. Betty und Fritz - ein Schwein kommt selten allein
24. Ugly - eine verrückte Taube

Teil II Wildtiere
25. Geier, Kräh und Hühnchen
26. Amsel
27. Eichhorn Eddi
28. Igelmama
29. Das Dachschadenhorn
30. Gerlinde - der Sperber
31. Emil - die Stockente, die nicht schwimmen wollte
32. Feldhasen
33. Donald, die Reiherente
34. Meisi
35. Daisy
36. Schwäne
37. Rocky, das Wildkaninchen
38. Ali, die Türkentaube und die Ringelbande
39. Käuze und Konsorten
40. Andere Hörner
41. Willi - der Schlüsselanhänger

 

Einleitung

Schon als kleines Mädchen brachte ich, sehr zum Leidwesen meiner Mutter, sämtliches Getier mit nach Hause. Mehr als einmal musste sie sich den Frühstückstisch mit einer kranken Maus teilen, Kröten und Salamander beherbergen oder zu überwinternde Igel im Keller entdecken. Wir hatten früher Meerschweinchen und Kaninchen, doch mein größter Wunsch war es - wie wohl bei fast allen Kindern - einen eigenen Hund zu besitzen.
Von besagten Meerschweinchen und Kaninchen über Schildkröten, Frettchen, Mäuse, Ratten, Vögel, Katzen und schließlich auch Hunde hat es in meinem Haushalt mittlerweile schon fast alles gegeben.
Nun war es allerdings nicht so, dass ich mir diese Tiere in einem Zoogeschäft kaufte; größtenteils han-delte es sich um "Second-hand Tiere" oder wie ich auch gerne zu sagen pflege: Abfalltiere.
Das hört sich hart an, aber in der Tat ist es so, dass sehr viele Menschen Tiere anschaffen, ohne sich vorher Gedanken über deren Haltung und Lebenserwartung zu machen.

Aus meinem Hobby wurde mein Beruf. Nachdem ich bereits zwei Hunde aufgenom-men hatte, begrub ich den Gedanken, Tier-medizin zu studieren und machte stattdes-sen eine Lehre als Tierarzthelferin.
Mehr und mehr kümmerte ich mich um die in die Praxis gebrachten Wildtiere, die in Er-mangelung eines Besitzers einen schlechten Stand haben und über deren Versorgung das Wissen in vielen Praxen eher dürftig ist.
Im Laufe der Jahre gab es eine ganze Reihe unterschiedlichster Wildtiere, die meinen Weg gekreuzt haben. Oft war meine gesam-melte Erfahrung nicht ausreichend, und ich musste auf die Hilfe versierter Experten zurückgreifen. Diese Hilfe habe ich immer im Tiergarten erhalten, und mit einigen der dort
-igen Mitarbeiter verbindet mich mittlerweile eine langjährige Freundschaft.
So entstand schließlich die Idee zu diesem Buch. Jeder hat eine zweite Chance verdient. Sicher sollte man genau abwägen, ob es eine Möglichkeit der Heilung gibt und sollte auch den Schritt nicht scheuen, ein Tier einzuschläfern, um ihm unnötiges Leid zu ersparen. Etliche Male fiel mir diese Entscheidung sehr schwer, und es gab Tage, an denen ich der Verzweiflung nahe war. Doch jeder, der einmal ein ge-nesenes Tier wieder in die Freiheit entlassen hat, kann dieses Glücksgefühl verstehen, das alle Mühen vergessen lässt.
Dieses Buch handelt von Tieren, die eine zweite Chance bekamen - manchmal mit gutem Ausgang, ande-re Male konnten sie die Chance nicht nutzen. Es erzählt die Geschichten meiner Tiere - Haustiere wie Wildtiere.
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