| Tips
für Urlauber mit Hund
Von Sabine Middelhaufe
In
Italien ist die Tollwut nahezu unbekannt.
Von seltenen, in der Vergangenheit
aufgetretenen Fällen im Grenzgebiet mit Frankreich und
dem ehemaligen Jugoslawien einmal abgesehen, ist diese gefährli-che
Krankheit nicht präsent. Dennoch muss Ihr Hund gemäß den
Einreisebestimmungen rechtzeitig ge-gen die Tollwut geimpft
worden sein, um Ärger
beim Grenzübergang zu vermeiden, speziell, wenn Sie über
die Schweiz fahren, wo die Kontrollen strenger sind.
Laut fernmündlicher Mitteilung unseres zuständigen
Amtstierarztes, Dr. Marroni,
am 19. Mai 2008 ist der in Deutschland so gefährliche Fuchsbandwurm in
seinem Amtsbereich nicht bekannt. (Weshalb ich die Walderdbeeren
auch gleich im Wald esse...)
Zecken haben
wir freilich, und sie sind mittlerweile gegen diverse Präparate
immun. Die in Apotheken und Zoofachgeschäften erhältlichen
Anti-Zeckenhalsbänder
benutze ich seit Jahren nicht mehr, weil sich die Zecken darüber
bestenfalls totlachen. Auch von den Tropfen, die man im Nacken-
und Schul-terbereich des Hundes anwendet, tun nicht mehr alle ihre
Wirkung. Unser Tierarzt hat mir im Früh-ling 2008 Advantix
empfohlen, das ausserdem die Leishmaniose übertragenden Insekten
fernhalten soll. Dass es Zecken gibt, war die schlechte Nachricht,
die gute ist: die Zecken in diesem
Gebiet stel-len, laut Auskunft des oben zitierten Amtstierarztes,
keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen dar.
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Die Leishmaniose,
in Süditalien inzwischen leider sehr verbreitet, hat vereinzelt
auch schon den Nor-den des Landes erreicht. Das Gebiet, in dem
wir uns hier befinden ist, nach Angaben des Amtsveteri-närs,
allerdings nicht betroffen.
Die Filaria schließlich ist in der Po-Ebene seit langem
präsent, und jeder verantwortungsbewußte Hun-dehalter im Flachland
behandelt seinen Vierbeiner vorbeugend. In den Bergen sind zwar keine gemel-deten
Fälle bekannt, und die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ihr Hund ausgerechnet
in dieser Gegend infiziert ist sehr gering. Aber da Sie in Begleitung Ihres Vierbeiners
vermutlich auch mal in die tiefer gelegene Städtchen fahren wollen, könnte
die Präventivbehandlung mit Cardotek (eine Tablette im Reisemonat, eine
im darauffolgenden Monat) sinnvoll sein, sofern Sie zwischen Mai und Oktober
bei uns Urlaub machen.
Ja, es gibt überall in Italien Vipern und deren Biss
kann tödlich
sein,
für Menschen
ebenso wie für Hunde. Aber: Vipern lauern nicht etwa
hinter jedem Busch und Stein, um ahnungslose Spaziergänger anzufallen. Sie sind,
ganz im Gegenteil, scheue Tiere, die, sobald sie die Annäherung einer
Gefahren-quelle spüren, sich schleunigst aus dem Staube machen. Etwas tollkühner
sind sie während der Paar-ungszeit (ungefähr im Mai) und der Geburt
ihrer Jungen (etwa im August). Dann können sie schon mal, Kopf erhoben
und leise zischelnd, darauf bestehen, dass mensch ihnen gefälligst die Vorfahrt
läßt
oder ihren Platz an der Sonne weiträumig umgeht. |
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Vipern
sind sehr kleine Schlangen; das Exemplar auf dem oberen Foto
maß ca. 30 cm, das auf dem unteren nur 25 cm. Ein wichtiges
Erkennungsmerkmal, um die Viper von ähnlich aussehenden, völ-lig
harmlosen Schlangen
zu unterschei-den sind die Augen: ungefährliche Krie-cher haben
runde Pupillen, die Viper hingegen senkrechte, schlitzförmige.
Ich persönlich bin nicht darauf er-picht, einer möglichen Viper
so nahe zu kommen, dass ich ihr in die Pupillen schauen kann,
weshalb ich mich immer an die zweite unverkennbare Charakte-ristik
halte, denn die erkennt man auch aus der Ferne. Gemeint ist
der Schwanz. Während er bei anderen Schlangen ganz allmählich
zur
Spitze hin dünner wird, verjüngt er sich bei der Viper sehr
abrupt und wirkt da-durch sehr kurz, wie man auf dem Bild links
deutlich
erkennen kann. |
| Aber
noch einmal sei's gesagt: Vipern, auch Kreuzottern genannt,
gibt
es ebenso in Deutschland, und weder nördlich noch südlich
der Alpen beissen sie grundlos Menschen oder Hunde. Wenn
man ihnen ir-gendwo begegnet, geht man am besten höflich
aus dem Wege, ohne sie zu provozieren. |
Dem Hund
und Kinde, so sie wohlerzogen, ist auch ein italienisches Hotel
gewogen...Julian & Kevin
in der Pernice Rossa |
In
Italien ist das Verhältnis zum Hund nicht unbedingt und überall
so, wie wir es gewöhnt sind. Sie werden jedoch feststellen,
dass ein gepflegter, wohlerzogener Vierbeiner Blicke auf sich
zieht und mit Komplimenten überhäuft wird. In viele
non-food Läden dürfen Sie ihn mit hinein bringen, in den Aus-senbereich
von Bars, Eiscafès und Restaurants, und oft erfährt man auf
Anfrage, dass der Hund auch drinnen willkommen ist - sofern
er sich gut benimmt.
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