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Als Jägerin
auf Elchjagd in Schweden
von Elisabeth
Letztes Jahr
hab ich beim Auslosen der Stände für die Elchjagd einen
besonders schönen Pass abbe-kommen. Ein kleiner Höhenzug
bildet dort eine "Nase"; wie Riesen-Treppenstufen schichten
sich Gra-nitplatten übereinander und bilden einen sanft ansteigenden
Hang. Lichter Stammwald, die Ausricht- ung nach Süden und einzelne
große Felsbrocken bieten reichlich wunderbare Sitzplätze,
zwischen de-nen die Auswahl richtig schwer fällt. Außerdem
verläuft am Fuß dieser Nase im Halbkreis ein kleiner
Waldweg, der auch von den Elchen gern benutzt wird - ideale Voraussetzungen
also!
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Jämthündin
Frida. Foto: Elisabeth
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Ich
suche mir einen guten Platz - Qual der Wahl! - neben einer riesigen
einzelnen Tanne, oder besser gesagt "halb in" der Tanne,
die mit ihren bis auf den Boden ausladenden Zweigen meine Silhouette
sehr gut tarnt. Die Sonne scheint, der Herbst leuch -tet, das Moos
duftet, auf dem Pirschsteig habe ich noch jede Menge Pfifferlinge
entdeckt, die ich auf dem Rückweg mitnehmen will... Und dann
höre ich den Hund. Fridas Laut ist nicht weit entfernt; of-fensichtlich
hat sie Elche auf der verdeckten Seite der Felsnase entdeckt. An
ihrer aufgedrehten Stim -me kann ich erkennen, daß sie dicht
dran ist. Spur-laut ist viel gelassener! Gepolter, näher kommend.
Hurra - ich sitze genau richtig - das verfolgte Wild nimmt tatsächlich
den einsehbaren Waldweg! Ent-sichern, nicht das Atmen vergessen....
sie kommen näher und näher... und plötzlich hab
ich sie in Sicht: Elchbulle, Kuh und Kalb und Frida mitten drin,
und
alles in voller Fahrt! Ein ernsthaft rennender Elch macht 60
Stundenkilometer, das ist schneller als |
ein
Trabrennpferd. Und sie nehmen NICHT den Waldweg - sie drehen
im rechten Winkel ab und ras-en den Hang hinauf, in gerader Linie
auf
mich zu... Oh ja, ich hab einen prima Ansitzplatz - sie sehen mich
wirklich nicht... Völlig hilflos stehe ich wie angewurzelt in
meiner Tanne und starre ihnen entgeg-en, drei Elche in Reihe, aufwärts
springend, plus Frida, die wie wahnsinnig dazwischen, daneben herum
tanzt... Kein Gedanke ans Abdrücken - nur: "Und wenn sie
mich nun gar nicht sehen?" Im letzten Mo-ment, der Bulle vorne
ist keine 10 Meter mehr entfernt, mache ich wohl eine unbewußte
Abwehrbeweg -ung, das mächtige Tier wirft sich halb herum
und fegt an der anderen Seite der Tanne vorbei, die Anderen folgen. |
Als
das Gepolter und Fridas gifti-ger Laut auf der Höhe verhallen,
beginne ich langsam wieder klar zu denken. Okay - kein Abschuß
für mich, aber wer sonst kann schon die wilde Jagd so hautnah
erleben!
Auf's
nächste
Jahr...
Pilze aber gabs in MASSEN - ich war mit Eimern unterwegs und hat
-te in einer Stunde 3 Stück voller Steinpilze und Rotkappen,
und da-bei hab ich nur die ganz kleinen ge -nommen....
Beim Pilze suchen hab ich Birkhäh- ne aufgescheucht- viele Birkhähne! |
Elisabeth mit
Frida. Foto: Elisabeth
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Also,
Kim und die kleine Kombi geholt und den Hund dort zwischen den
Blaubeeren,
im lichten Bestand der alten Kiefern losgeschickt... Ja, und dann
haben wir drei Tage lang Birkhähne aus den Wipfeln direkt über
uns abstreichen lassen, die keiner von uns vorher bemerkt hatte...
Kim versteht einfach nicht, daß die Gesuchten hier im Baum
sitzen und nicht wie die Fasanen zu Haus am Boden! |
Foto oben und Startfenster: Elisabeth
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Die Blaubeerbüsche
riechen aber doch deut-lich nach Vogel!!
(Mein
schwedischer Nachbar berichtete auf meine Klagen, er habe sich durchaus
schon mal die Anschaffung eines Vogel-Spitzes überlegt - und
sich dagegen entschieden, als er eine Bell-Frequenz-Untersuchung
gelesen hat: 80-130 Beller pro Minute....)
Naja,
aber die Pilze waren gut....
Erstveröffentlichung bei Jagdhundehalter.de
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