Die Vorstehhunde
von Sandra Jung

Die Vorstehhunde verdanken ihren Namen dem charakteristischen Verhalten, vor dem gefundenen Wild lautlos zu verharren und dem Jäger die Richtung des Versteckes anzuzeigen. Auf Komando des nun schussbereiten Jägers, muß der Hund das Wild auffliegen lassen.
Schon im Altertum, insbesondere mit der Einführung von Schusswaffen, war diese Art der Jagdhilfe sehr bedeutsam. Diese "gun-dogs" arbeiten vor der Flinte, finden das Wild und haben eine sehr feine Nasenveranlagung. Die englischen Vorstehunde, wie Setter und Pointer sind Spezialisten vor dem
Schuss. Kontinentale Vorstehunde, wie Deutsch Drahthaar, Münsterländer oder Pudelpointer sind soge-nannte Allzweckjagdhund geeignet für Feldarbeit, Apportieren, Nachsuche und Wasserarbeit.

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Der Pointer (= English Pointer)
von Franziska Kokemor

Die Herkunft dieses eleganten, sportlichen Vorstehhundes ist nicht völlig geklärt. Es wird vermutet, dass seine Vorfahren spanische Vogelhunde und französische Bracken waren. Im 17. oder 18. Jh. kam- en Kreuzungen aus diesen Vorstehhunden nach England, woraus im 19. Jh. schliesslich der heutige Eng-lish Pointer entstand; nicht zuletzt, nachdem auch Greyhoundblut eingemischt wurde, um die Ausdauer zu fördern.

Harry. Foto: F.Kokemor
Ob sich nun der Name "Pointer" von seinem spanischen Vorfahren, dem "Perro da Punta" (ungefähr: Hund, der auf etwas zeigt) oder vom englischen Verb "to point" (hinweisen) ableitet: der Pointer ist in jedem Falle ein Hund, der auf etwas hinzeigt.
Als Vorstehhund wurde er ursprünglich zur Hasen- und Vogeljagd genutzt; er erstarrt in der typischen Vorstehhaltung, wenn er Wild auffindet. Dieser gelehrige Jagdhund kann aber auch als Allrounder eingesetzt werden. Er ist sehr ausdauernd und schnell, und jagt raumgreifend mit für ihn typischer hoher Nase.
Vom Wesen her ist der Pointer äusserst freundlich und anschmiegsam, sehr verträglich anderen Hunden gegenüber, ruhig im Haus, draussen aber temperamentvoll. All diese Eigenschaften machen ihn zu einem angenehmen Begleithund, der zwar sehr gelehrig ist, aber über ausgeprägten Jagdtrieb verfügt.

Pointer Nando.
Foto: M. Kruse
Er braucht daher viel Auslauf und eine Beschäftigung (Kopf-/Nasenarbeit wie z. B. Dummytraining, Fährten/Schleppen etc.), damit er ausgeglichen ist. Er muss mit Liebe und Verständnis erzogen werden, Härte schadet ihm.
Der Pointer ist ein mittelgrosser Hund (je nach Abstammung ca. 50 - 65 cm; ca. 20 - 30 kg) von elegant
muskulösem, sportlichen Körperbau mit feinem, glatten und kurzem Fell ohne Unterwolle.
Weisse Grundfarbe mit zitronen-farbigen, orangen, braunen oder schwarzen Platten und/oder Punkten ist am häufigsten, aber es gibt auch tricolore oder einfarbige Pointer.
Typisch für den Pointer ist sein aus-geprägter Stop, der ihn unverwech-selbar macht.

Zum Fotoalbum Pointer
Zeus. Foto: M. Hein
Startfenster: Weimaraner Sinan. Foto: Carole Schlatter
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