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Kleiner Münsterländer: Forsthaus
Falkenau, Kommissar Rex, Charlie und Co, oder... das
bittere Ende!
Von Sabine Hochhäuser
Unsere Medien,
insbesondere manche der TV-Macher, haben leider ihre journalistischen
Grundsätze wie objektive Berichterstattung und seriöse
Informationen zur Seite gelegt und zeichnen sich oft nur durch
Stimmungsmache,
Effekthascherei und gewissenslose Beeinflussung ihrer Zuschauer
aus. Die Ver-antwortlichen der Unterhaltungsbranche, welche sabbernde
Bordeauxdoggen über auf den Boden lieg-enden Menschen witzig
inszenieren, in denFörster vom Silberwald Szenen
den Kleinen Münsterlän-der mit "Puppy-Blick
nur treuherzig und untertänig darstellen, sollten sich mitsamt
den Fraktions-kollegen aus der Skandalberichterstattung (zerfleischte
Kinder, in die Gitterstäbe des Zwinger beis-sende Listenhunde),
den nächsten missverstandenen Kleinen Münsterländer
Eika auf die Redaktions-couch setzen.
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Das
ist der Hund aus dem die Träume sind
Der Kleine Münsterländer ist ein Vollgebrauchsjagdhund
mit der dazu gehörigen Schärfe, die bei der jagdlichen
Beschäftigung
durchaus erwünscht ist. Der, wenn er von klein an artgerecht
und rassegerecht erzogen und angeleitet wird, ein souveräner
und lie-benswerter Arbeits- und Familienhund ist. Der Jagdtrieb,
in
jed-em Kleinem Münsterländer bzw. Jagdhund vorhanden, da
angewölft (angeboren), setzt sich aus mehreren einzelnen Triebformen
zusam-men: Stöber-, Spür-, Hetz-, Kampf-, Beute-, Tötungs-
und Bring-trieb. Für spezielle jagdliche Aufgabenbereiche
wurden Hunde ge-züchtet, bei denen manche Einzeltriebformen
verstärkt,
andere ab-geschwächt wurden. Eines muss dem Jagdhundebesitzer
aber immer klar sein: Der Jagdtrieb als Selbsterhaltungstrieb
kann auf keine dieser Komponenten verzichten. Einen Hund ohne
Schärfe wird es nie geben! Auch Jagdhunde in Nichtjägerhänden
behalten die speziellen Veranlagungen Ihrer Rasse bzw. bei Mischlingen
die Veranlagungen ihrer Elternrassen. |
Was
dem einen sein' Freud, ist des anderen Leid
Notwendige Eigenschaften, die ein Jäger fördert, muss ein
Nichtjäger umleiten/umtrainieren. Jedoch,
wenn Familie XYZ dem Drängen der Kinder vorm Fernseher nachgibt
und frei nach dem Schema: "nicht zu groß, liebenswert
und pflegeleicht sich so ein dargestelltes Exemplar auf das
Sofa setzt, hat Fami-lie XYZ nach 10 Monaten Versäumnis von
Erziehung und argerechter Beschäftigung des Hundes ein Problem! |
Besonders
das selbstständige Arbeiten, fast für alle Jagdhunderassen
gefordert, überfor-dert den nichtjagdlichen Hundeführer,
denn der Hund muss auch ggf. weitab von seinem Hundeführer
selbständig
seiner Aufgabe ge-recht werden. D.h. im Umkehrschluss: wird er
in einer Familie nicht erzogen und geistig aus-gelastet, verselbständigt
sich der ach so putz-ige Familienhund und terrorisiert seine
Familie.
Von dem niedlichen Fernsehhund, wie auch im-mer er heißt, ist
dann nichts mehr zu bemerk-en. Doch viele der Hunde landen erst
gar nicht im Tierschutz, wenn sie für ihre Besitzer un-tragbar
werden. Sie werden eher in den Tier-arztpraxen noch von ihren Besitzern
als Beis- |
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ser
entsorgt. Nur wenige verantwortungsvolle Hundeführer gestehen
sich ein, Hilfe zu benötigen und melden sich im Tierschutz
oder bei Hundetrainern.
Uns (Krambambulli Jagdhundehilfe.
e.V.) erreichen in manchen Wochen 3 4 Anrufe von überforder-ten,
verzweifelten Kleinen Münsterländerhaltern, die wir als
Forsthaus Falkenau Geschädigte ein-ordnen. Wir bekommen
dominante Hunde gemeldet, die keine Führung durch den Hundehalter
genossen, die ein- oder mehrmals zugebissen haben, und jetzt dringend
aus dem Haus müssen - besonders der Kinder wegen!
Der Kleine Münsterländer verfügt als klassischer Jagdhund
über ein ausgeprägtes Rangordnungsver-halten, das besonders
bei den Rüden keine Seltenheit ist. Diese Hunde an verantwortungsvolle
Hunde-führer weiterzuvermitteln, die die notwendigen Regeln und
artgerechte Auslastung gewährleisten, ist nicht einfach, manchmal
sogar unmöglich.
Solche vehement falsch gehaltenen und missverstandenen Hunde aufzunehmen
und zu korrigieren bein-haltet immer ein hohes Risiko in Form
von
Beißunfällen. Die Verantwortung für den nächsten
Hundebiss im Kindergesicht können auch wir nicht tragen, aber
versuchen gemeinsam mit den Familien Lösungen zu finden.
Haben sich bestimmte Verhaltensmuster "eingefahren", muss
der Alltagsablauf innerhalb der Familie unter Umständen geändert
werden. Dies bedeutet, dass viel Zeit und Mühe in die Auslastung
des Hun-des gesteckt werden muss, wobei ein Hundespezialist begleitend
zur Seite stehen sollte. |
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Es
gibt leider keine Statistiken die aufzeig-en, welche Rassen
auf
den Spitzenplätzen der Tierheime vertreten sind, aber der
kleine Försterhund Münsterländer macht mit Si-cherheit Kommissar
Rex Konkurrenz. Die
als sabbernd und liebevoll unerzogen darge-stellte Bordeauxdogge
einer deutschen Fern-sehserie entgeht ihrem Tierschutzschicksal,
weil ihr Anschaffungspreis - Gott sei Dank - noch horrend hoch ist.
Generell müssen wir uns nicht wundern, dass |
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die Hundehaltung
immer mehr zum Problem wird. Aufklärung wird inzwischen
von einigen wenigen in Deutschland betrieben. Die Verantwortung
und
Kosten werden aber leider immer mehr dem Tierschutz zugeschoben.
Unterhaltung in den Medien könnte einen verantwortungsvollen
Hintergrund haben und damit zum besseren Zusammenleben von
Mensch
und Tier seinen Betrag leisten. Schimpanse Charlie sitzt nicht überall
auf der Welt auf einem Luxusauto deutscher Herstellung und regelt
den Verkehr, für alle Kommissare Rex gibt es nicht genug Bösewichte
und der Kleine Münsterländer Eika stöbert seinen
Genen entsprechend Häschen und Bambi auf und kann sie bei
Bedarf mit einen Genickbiss töten.
Na ja, jetzt hat der Förster einen neuen Jagdhund: einen Irish
Setter aus dem Tierschutz!
Erstveröffentlichung
des Textes bei Krambambulli Jagdhundehilfe e.V. Alle
Fotos: C. Bögli
Zum Fotoalbum
Münsterländer
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Kleiner Münsterländer heute
Bauer, E. F.
Der Kleine Münsterländer Vorstehhund besticht nicht nur durch sein attraktives Äußeres, sondern vor allem durch seine überragenden jagdlichen Anlagen. Mit seiner vorzüglichen Nase, der hohen Jagdpassion, der natürlichen Bringfreudigkeit, seiner nahezu unerschöpflichen Ausdauer und der fabelhaften Geländegängigkeit ist er ein Jagdgefährte par excellence.
Was man über Herkunft, Eigenschaften, Welpenauswahl, Grunderziehung, jagdliche Abrichtung und Führung, Gesundheit und Zucht der Rasse wissen sollte, vermittelt der Autor aus langjähriger eigener Erfahrung mit Kleinen Münsterländern im Jagdeinsatz und im alltäglichen Familienleben.
Besonders wertvoll auch für Nicht-Jäger, die einen Kleinen Münsterländer besitzen oder mit der Rasse liebäugeln, um sich umfassend über die jagdliche Veranlagung der Hunde und darüber, wie man sie in die gewünschten Bahnen lenkt, zu informieren.
Hardcover, 156 Seiten, durchgehend farbig
ISBN 978-3-933228-81-9
Preis: 24,80 EUR |
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