Diese Seiten sollen niemanden dazu verführen, ohne fachkundige Anleitung auf eigene Faust mit der Heilkraft von Pflanzen zu experimentieren. Sie sollen jedoch daran erinnern, daß die Natur uns nicht nur mit einer unglaublichen Vielfalt von Farben, Formen und Düften beschenkt, sondern auch für viele Beschwerden und Krankheiten ihre zumeist sanfte, wirkungsvolle Hilfe anbietet.
Während einige Wiesenblumen, Bäume und Grünpflanzen unverwechselbar sind, wie etwa Löwenzahn, Brennessel und Gänseblümchen, und ihr Einsatz beim Kochen oder für den Tee wohl niemandem Schaden zufügen kann, gilt ansonsten die Regel: erst nach absolut sicherer Bestimmung der Pflanze kann sie unter Berücksichtigung korrekter Sammel-, Aufbewahrungs- und Anwendungshinweise ihren Platz in der Hausapotheke oder Küche einnehmen.
Die folgenden Fotos habe ich nach bestem Wissen und Gewissen bestimmt; Irrtümer sind ohne weiteres möglich. Bemerkungen zu den therapeutischen Einsatzgebieten hingegen stammen aus Sachbüchern (siehe Quellen am Ende von Album Pflanzen 3).

Acker-Wachtelweizen: im Gegensatz zum früheren, namengebenden Glauben werden seine Samen in Wahrheit gar nicht von Wachteln gefressen.
Akazie: eine Pflanze, die dank ihrer gelben Blütenfülle wunderbaren Honig liefert, deren mit Dornen bewehrter Stamm dem Unachtsamen allerdings arg wehtun kann.

Allium neapolitanum

Akelei Wiesenraute
Baldrian: das altbewährte Beruhigungsmittel wird aus den Wurzeln der Pflanze gewonnen, die man etwa im Oktober ausgräbt, säubert und dann trocknet. Empfehlenswert bei nervöser Unruhe, Schlaflosigkeit und Kopfweh.
Blutroter Storchschnabel: diese alte Heilpflanze enthält v.a. im Wurzelstock Gerbstoffe die blutstillend wirken.

Bunte Kronwicke

Dreilappiges Leberblümchen (ohne Blüte)
Echte Brombeere: Die Blätter für den Aufguß sammelt und trocknet man im Mai-Juli; die Früchte können im August-Oktober geerntet werden. Brombeerblättertee hilft bei Durchfall, Erkältung, Flechten und Hautausschlag. Stärkerer Tee kommt als Gurgelmittel bei Entzündungen im Hals-Rachenbereich zum Einsatz und als Kräuterpackung bei Hautausschlag. Brombeeren sind sehr verdauungsfördernd und unterstützen die Ausscheidung von überschüssigem Wasser aus dem Körper. Unsere Vorfahren schätzten den Brombeerstrauch außerdem als magisches Instrument. Brombeerzweige, dem Auserwählten unbemerkt ins Bett gesteckt, sollten als Liebeszauber seine Manneskraft stärken. (Es ist nicht überliefert, ob und wie "sie" zunächst die Dornen entfernte…)

Gelbes Sonnenröschen

Feldthymian

Gemeiner Teufelsabbiß

Gemeiner Wundklee

Klee

Klatschmohn
Essigrose: die Blüten und Hagebutten vieler Rosenarten werden traditionell für Süssigkeiten, Marmelade, Sirup und harntreibenden Tee verwendet. (Der sehr hohe Vitamin C Gehalt bleibt freilich nur erhalten, wenn man die Früchte nicht über Gebühr erhitzt, weshalb z.B. der Tee als Kaltwasserauszug bereitet wird.)
Rosenblüten sind ferner ein mildes Abführmittel und in Form von Kompressen eine sanfte Medizin für überanstrengte oder gerötete Augen.
Die Rosengallen (rechts unten) gelten als beruhigend und schlaffördernd.
Ackerschachtelhalm: man sammelt das Kraut (d.h. Sommertriebe ohne Wurzel; rechts) im Juni-September. Es zeigt seine vielseitige Wirkung u.a. bei Harnwegsinfektionen und - steinen, Lungenbeschwerden, Arteriosklerose, Magengeschwüren, Prostataentzündung, Blasenentzündung, weißen Flecken auf den Fingernägeln (Kalziummangel), brechenden Nägeln sowie Haarproblemen.
Geissblatt: den angenehm süßen Duft der Geißblattblüten riecht man schon von weitem, und bisweilen begleitet er einen noch ein ganzes Stück Wegs, wenn man die Pflanze längst hinter sich gelassen hat. In der Heilkunde benutzt man sie v.a. gegen Hautentzündungen.
Gemeine Schafgarbe: Das Kraut und speziell die Blüten dieser alten Heilpflanze, werden für die Behandlung von Erkältung und Fieber eingesetzt, als Tonikum für die Verdauung, als Wundpflege und zur Hautreinigung.
Gemeiner Schneeball: da die Rinde entspannend auf Muskeln und Nervensystem wirkt und gegen krampfbedingte Schmerzen hilft, benutzt man sie in der Heilkunde gegen Muskelkrämpfe, schmerzhafte Menstruation und zu starken Blutfluß in der Menopause. Die frischen Beeren sind giftig, allerdings besteht Uneinigkeit über den Grad ihrer Giftigkeit.
Stinkende Nieswurz (ohne Blüte): da die gesamte Pflanze giftig ist, sollte man ihren therapeutischen Einsatz unbedingt dem Experten überlassen.
Iris: die hübsche Iris ist nicht nur ein Augenschmaus, sondern ein altbewährtes Mittel gegen Hautprobleme, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit, Kopfweh infolge von Verdauungsstörungen, und außerdem reinigt sie das Blut.