Der
Welsh Springer Spaniel
Von Sigrid Lietzke
Der
Stammvater der Welsh Springer Spaniels ist der 1893 geborene "Flirt
of Llanharan Kennel", ge-züchtet vom Wildhüter Richard
Hoare Jenkins. "Corrin", wie ihn sein Besitzer A.T. Williams
nannte,
wurde bei Ausstellungen und Field Trials bemerkenswert erfolgreich
gezeigt. Mr. Williams ist es wohl auch zu verdanken, dass 1902 die
offizielle Rasseanerkennung vom Kennel Club erfolgte.
Am
herausragendsten ist die Farbe des Welsh Springer - leuchtendes
Rot und Weiß. Er ist kompakt und symmetrisch, für harte Arbeitseinsätze
gebaut. Der Welshie, wie er liebevoll von seinen Fans genannt wird, strahlt
Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer aus. Seine Ohren sind von der Form her einem Weinblatt nachempfunden,
sie sind wesent-lich kürzer als bei den meisten anderen
Spanielrassen.
Seine Schulterhöhe beträgt bei der Hündin 46 cm,
beim Rüden 48 cm.
Er gehört zu den Stöberhunden, aber der Welsh Springer
hat auch die Veranlagung zum Markieren von Wild. Apportierfreudig
wie er ist, bringt er sicher bis zum Hasen. Der Welshie ist gleichermaßen
in Feld, Wald und Wasser zu Hause. In der Tschechischen Republik wird besonderer Wert auf jagdliche
Leistungszucht mit spurlauten Hunden gelegt. Freundlichkeit
ohne Anzeichen von Aggressivität, fröhliches, lebhaft-temperamentvolles
Wesen, Anhänglichkeit und Kinderliebe zeichnen ihn aus. Der Walise ist intelligent und gelehrig, neigt allerdings wie fast
alle Spaniels zu einer gewissen Eigenwilligkeit. Tägliche körperliche wie geistige Auslastung sind unbedingt
von Nöten. Auch hat er einen guten Vorwärtsdrang. Mancherorts werden Welsh Springer Spaniels wegen ihrer guten Nasenveranlagung
auch bei der Polizei als Drogen-, Sprengstoff- und Brandermittlungsspürhunde
eingesetzt.
Titelfoto: Susanna Müller
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